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Tagebuch - Dezember 2012



Ausgangslage:
Das erste Mal sah ich Bliki unter einer Reitschülerin in der Halle. Das Mädchen ritt ganz ordentlich, es sollte ausprobiert werden, was dran ist an der Aussage, dass dieses Pferd nicht in der Bahn geritten werden will. Und so sah es aus: Bliki ging keinen Schritt freiwillig in der Halle oder dem Reitplatz unterm Sattel. Er ließ sich von einem Helfer vom Boden aus anführen, stockt dann nach ein paar Schritten aber wieder. Keinerlei Reaktion auf Hilfen, egal ob Stimme, Schenkel oder Gerte.

Unsere ersten Einheiten:
Ich habe Bliki an vier Tagen hintereinander mit in die Halle genommen. Bin so ein bisschen erst mit ihm gelaufen, im Gleichschritt (Vertrauen & laut Studien verbinden sich dann tatsächlich die Hirnströme und sind gleicher getaktet, klingt bescheuert, wird aber daher von vielen Horsemanshipleuten gemacht).

Dann habe ich mich auf ihn gesetzt und nix gemacht. Lief er nach vorn: abgesprungen, Riesenlob, Futter. Nachdenken lassen. Dann wieder rauf. Da ich ihm nicht Stop&Go beibringen will, habe ich das, nachdem er das antreten gecheckt hatte, nur belohnt, wenn er weitergegangen ist. also nicht: Pony geht einen Schritt nach vorn, bleibt stehen, erwartet absteigen & Futter. Eher so: vier Schritte, super, jetzt schnell im Gehen abspringen, damit er nicht den Fehler macht stehenzubleiben, denn dann kann ich nicht mehr loben.

Vorher habe ich mir überlegt, ob ich überhaupt Hilfen geben möchte und wenn ja, wie viel an Maß. Denn es ist ja so: Am 2. Tag hat er schon gecheckt, dass vorwärts irgendwie Lob bedeutet. Aber manchmal war er auch frustriert, weil er kein Lob bekam, weil er eben direkt nach dem Antreten wieder stehengeblieben ist. Ich brauche also ein Zeichen um ihm zu sagen: Vorwärts. Aber ich will nicht in diese ständige Verstärkung der Hilfen kommen, denn: Das kennt er ja zu genüge. Ich kann meine treibenden Hilfen oder gar Gertenhilfen nicht verstärken, weil: was soll da noch kommen? Der ist ja nicht mehr zu beeindrucken.

Also habe ich mir gesagt: leichter Impuls am Bein, leichte Stimmhilfe. Ein, zweimal, dann aussetzen, und einfach nur warten, bis er zufällig wieder antritt.

Warum das Ganze? Bliki soll lernen, dass die Lösung im Vorwärts liegt. Er hat bisher nur das Lösungsprogramm: Stillhalten bis es irgendwann vorbei ist. Er soll eine neue Tür kennen lernen, die er selbst bedienen kann. „Gehe ich vorwärts, gibt's Futter und die da oben steigt ab. Super!"


Deshalb habe ich die Einheiten auch ganz kurz gehalten. Hat er das drei, vier Mal gut gemacht, habe ich aufgehört. So, dass er sich bitte noch wundert: „Wie, schon vorbei? Ich will noch mehr Futter und Lob!" Der muss erstaunt sein und merken: Da passiert etwas anderes als zuvor.


So, und wieweit sind wir gekommen in vier Mal? So, dass er mich mal von dem Zirkelpunkt oben bis zur Tür getragen hat. Mein Fazit ist: Das kann etwas werden. Aber nur mit viel Zeit und wenn er nicht noch irgendwie anders unterm Reiter in der Halle gearbeitet wird. Ich finde den irgendwie sehr nett, ein sympathisches Pferd, aber er erwartet erst mal nur Schlechtes vom Menschen, hat kaum Vertrauen.



 

 

 

 

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