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Tagebuch - Januar 2013



Irgendwann Ende Januar:
Erstes Mal Trab. An der Hand geübt, dass er auf Küsschengeräusch hin antrabt. Juchu, endlich wieder so ein Punkt, wo ich merke: da reagiert er drauf, dass ist nicht mit schlechten Erinnerungen belegt. Genauso wie das Hinterhand-Weichen, das ich mir zunutze machen kann. Und tatsächlich: Der trabt auch auf Küsschengeräusch in der Halle an, Schenkel benutze ich mit der Stärke, die ich mir zuvor überlegt habe. Klaus steckt irgendwann den Kopf rein und sagt: „Meine Guüte, so will ich auch mal gelobt werden, wenn ich nur nen Nagel in das Eisen schlage“. Stimmt, ich lobe überschwenglich, laut, „Tolles Pony! Siehst Du, ganz einfach! Das war toll! Super!“ Denn er soll verstehen, was er da tut und was gewünscht ist. Bliki ist ein sehr introvertiertes Pferd: Der wartet ab und lässt über sich ergehen. Dass er Initiative ergreift, also etwas anbietet, aufmerksam wird, das ist noch ein zartes Pflänzchen. Dabei ist er super sensibel, wenn er weiss, er kann das, er kann den Anspruch erfüllen, macht er toll mit. Deshalb ist es auch wichtig, dass er kurze Reprisen bekommt: Er muss immer das Gefühl haben: Das ist ja leicht! Das kann ich ja! Gleichzeitig werde ich unangenehm, wenn er nicht mitmacht: Wende den Kopf ab und lasse die Hinterhand weichen. Das ist das Einzige, was ich einsetzen kann. Deshalb versuche ich damit sehr sparsam zu sein und es nicht zu solchen Situationen kommen zu lassen, in denen er stockt.


18.1.2013, Fünfte Lektion mit Bliki: Heute kam mir ein guter Gedanke: Bliki reagiert sehr gut auf Blickwendung, also auf die Hh gucken, wenden lassen bzw. ihn richtig schnell weichen lassen. Stand zuvor: Er geht ca. 5-7 Schritte nach vorn, ohne eigenständig anzuhalten. Zunächst habe ich mir das an der Hand zu nutzen gemacht. Ich gehe neben ihm im Schritt, das funktioniert eigentlich immer gut. Dann mit Küsschen-Stimmsignal, selbst anlaufen und Zügelsignal nach vorn animiert, schneller zu gehen. Funktionierte das nicht, schnell umgedreht und ihn um mich rum bewegt. Sehr schnell, so dass das Weichen für ihn anstrengend ist. Hat er das schnell und gut gemacht, gelobt und wieder geradeaus wie vorhin animiert, schneller zu gehen. Keine sofortige Reaktion: Wieder HH weichen lassen. Ganz schnell, nach ein, zwei Mal, lernte er: wenn ich sofort schneller gehe (Trab oder Tölt, egal was davon), werde ich gelobt, wenn nicht, wird es anstrengender, und damit unangenehmer. Nachdem das zwei Mal an der Hand klappte, habe ich mich draufgesetzt. Siehe da: Obwohl wir das letzte Mal vor drei Wochen geübt hatten, hat er nichts vergessen, sondern stapfte sofort los. Ich habe das nach 5,6 Schritten gelobt, also runterspringen, Futterlob, Stimmlob, nachdenken lassen. Zum Aufsteigen habe ich ihn ans Hallenende jenseits des Ausgangs geführt, damit die Attraktivität laufen höher ist. Dann nächster Versuch, diesmal schwieriger: Er soll erst mal stehenbleiben und auf Signal erst los. Klappt. Loben und nochmal neu: Jetzt noch schwieriger gemacht mit Abwenden in Gegenrichtung zur Tür. Er will stehenbleiben, doch ich nachdem die zuvor am Boden gelernte Lektion in den Sattel: Bleibst Du stehen, musst du die HH weichen lassen. Also Hals abwenden, etwas aus dem Gleichgewicht bringen, ganz ganz schnell. Das funktioniert wunderbar. Auch im Sattel checkt er schnell: Geradeaus laufen ist viel leichter für mich, als wenden müssen, weil ich stehenbleibe. Wir gehen erstmals anderthalb Runden in der Halle inklusive Wendungen meinerseits auf halbem Weg! Ein toller Fortschritt, weil erstmals eine Methode klappt, die ihm am Stehenbleiben sofort hindert. Geradeaus laufen wird mit Stimmlob gelobt. Dann nach den 1,5 Runden absteigen, Superlob. Tolles Pony!!! Noch ein Mal rauf (nach Nachdenk-Pause), gleiches Programm, genug für Heute! Bliki hat gelernt: Oft ist die Lösung für die Aufgaben, die ich ihm gebe, das nach vorn laufen. Und: Es ist einfacher, geradeaus zu laufen, als weichen zu müssen. Und, und diese Verwunderung ist ihm ins Gesicht geschrieben: Ist ja toll, wie ich hier gelobt werde und Futter bekomme! Nächster Schritt: Antreten festigen, also selbst wieder anhalten, neu antreten lassen. Und vom Boden aus in alle Richtungen schicken lassen. Bin sehr, sehr, sehr zufrieden mit dieser Einheit! Das war ein enormer Fortschritt!




 

 

 

 

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