Galerie Sebastian Brandl - "MARCELO VIQUEZ - Solo"


Der Maler, Zeichner, Bildhauer und Videokünstler Marcelo Viquez (*1971, Montevideo)
zeigt bei Sebastian Brandl neue Arbeiten erstmals in einer Einzelausstellung in Deutschland. Der in Mallorca lebende Künstler stellt rund 20 Zeichnungen sowie ein Video aus.

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Künstlerdaten:
MARCELO VIQUEZ - VITA

1971 geboren | born in Montevideo, Uruguay / Lebt und arbeitet in Palma de Mallorca. | Lives and works in Palma de Mallorca.
1993-1999 Studium Graphikdesign und Video | studies graphic design and video, Academia de Bellas Artes, Cuenca
1988-1990 Studium Freie Kunst | studies Fine Arts, Academia de Bellas Artes, Montevideo
Einzelausstellungen (Auswahl) | Solo exhibitions (selection)
2008 'Solo', Sebastian Brandl, Köln | Cologne // 2007 ' L'impostor', Galeria Jule Kewenig, Palma de Mallorca // 2006 'Contextual', La Fàbrica de Licors, Palma de Mallorca ' El secreto de la pirámide', La Fàbrica de Licors, Palma de Mallorca // 2005 Espai PuPu, Orange Country, Sóller, Mallorca // 2004 ' Four Seasons', La Resistencia, Palma de Mallorca 'Show, Estética y Producción', Centro Cultural C'an Gelabert, Binissalem, Mallorca 'Triple X', Espai PuPu, Barcelona // 2002 Galería Mediterrània, Palma de Mallorca
Gruppenausstellungen (Auswahl) | Group exhibitions (selection)
2008 'Die Insel des zweiten Gesichts, 4. Triennale der Photographie Hamburg, DeichtorCenter, Hamburg // Casal Solleric, Premio Ciutat de Palma “Antoni Gelabert” de Artes Plásticas, Palma de Mallorca // 2007 'Fotografía Digital', Museo Nacional de Artes Visuales , Montevideo, Uruguay Sculpture Project 2007, Art Cologne, Palma de Mallorca // 2006 ' Artseasons ', Galeria Jule Kewenig, Binissalem, Mallorca // 'Glück', Galerie der Künste, Berlin // 2005 ' Customize me', Espai PuPu, FAD, Barcelona // 2003 ' III. Certamen Internacional de Pintura Joven', Fundación Barceló, Palma de Mallorca // 2002 Galería Gadiot & Mas, Rotterdam, Niederlande | The Ne

Ausstellungstext von Suzana Mihalic:
Marcelo Viquez - SOLO
www.marceloviquez.com / www.sebastianbrandl.com

Der Maler, Zeichner, Bildhauer und Videokünstler Marcelo Viquez (*1971, Montevideo) zeigt bei Sebastian Brandl neue Arbeiten erstmals in einer Einzelausstellung in Deutschland. Der in Mallorca lebende Künstler stellt rund 20 Zeichnungen sowie ein Video aus.
Wie das gesamte Werk von Viquez, so hat auch der Ausstellungstitel eine erzählerische bzw. persönliche Bedeutung: der Begriff solo (span. allein) fungiert hier als Wortspiel im doppelten Sinne, da er sowohl den Inhalt der Arbeiten widerspiegelt, aber auch Leben und Charakter des Autors beschreibt.
Mit Begeisterung spricht Viquez von seiner Punkband, in der er Schlagzeug spielte und die sein Lebensmittelpunkt darstellte. So waren die regelmäßigen Treffen in den Garagen eines Stadtviertels von Palma de Mallorca mit anderen Musikern für ihn heilig als auch unabdingbar; seine Zeiteinteilung und die Kontakte zu den übrigen Mitmenschen waren auf diese Zusammenkünfte ausgerichtet. Die Musiker versammelten sich, um angestaute Energien nach Lust und Laune freizulassen und neue Kräfte zu tanken.
In der Ausstellung erzählt Viquez nun die Geschichte des Bruchs mit der Gruppe, seinen freiwilligen Entschluss aber unvermeidbaren Verlauf, seine Befreiung. Er stieg aus, da er nicht fähig war in einer Gruppe zu arbeiten; weil er sich auf festgefahrenen Pfaden eingeschränkt fühlte, erschöpft von jener Sache, die ihm am meisten gefiel.
Viquez' Leben ist geprägt von seinem nichtkonformistischen und aufrührerischen Charakter, der aber letztendlich das Ticket in die Ausdrucksfreiheit war, ungeachtet der zahlreichen Möglichkeiten auf ein komfortables, normales und alltägliches Leben. Somit dechiffrieren sich die Zeichnungen durch seine Erzählung, in das Zeugnis eines Prozesses, des Bruchs und der Wiedergeburt eines befreiten Künstlers, der auf diese Weise zum visuellen Chronist seines eigenen Lebens wird.

Das Werk von Viquez weist die Ästhetik und Ikonographie des Comic, des Graffiti und der Pop Art auf. Die aktuellen Zeichnungen bedeuten nicht nur einen Bruch mit seinen Routinen, sondern auch ein Abrücken von einer Typisierung seines Werkes. Er legt gewissermaßen jenen Stempel ab, der seinen künstlerischen Stil bisher kennzeichnete, und wendet sich deutlich einer realistischeren und fotografischen Position zu. Der Rhythmus des durch mittelformatige Zeichnungen (29 x 39 cm) geformten Mosaiks wird insbesondere durch zwei großformatige Arbeiten (156 x 124; 117,5 x 132 cm) unterbrochen: ein Selbstbildnis auf einem Schlagzeughocker sitzend mit den Drumsticks in den Händen sowie das Instrument selbst, versehen mit dem Schriftzug 'Amistad Tenuitas' und dem Satz 'one day is fine next is black'.

Die Zeichnungen präsentieren sich als technisches Spiel mit Bleistift, Kugelschreiber, Kohle oder als Collage in Kombination mit Worten bzw. geschriebenen Äußerungen, welche die Ikonographie verstärken und Botschaften, Zitate, Gedanken oder direkte Anspielungen auf die eigene Person ausdrücken.

So z.B. bei der Zeichnung mit dem Schriftzug 'Attitude’ (engl. Einstellung, Haltung): ein Begriff wird wiederverwandelt in das Schlüsselwort der Ausstellung und zum raison d ê tre seiner selbst. Es ist Viquez' Attitude, die ihn leiden lässt, die ihm Freiheit schenkt und die den 'Solo-Weg' kennzeichnet. Oder die Arbeit mit dem Wort 'Amistad’ (span.: Freundschaft), womit der Künstler klarstellt, dass sein Bruch mit der Band ein notwendiger Schritt zur eigenen Individualität war, aber nicht die Freundschaft zu den restlichen Bandmitgliedern betroffen hat. In diesem Kontext ist auch die Zeichnung eines mit Nieten bespickten Halsbandes zu verstehen, das die Teilung der Wege symbolisiert.

Das Video, in dem sich der Künstler in autobiografischer Form Schlagzeug spielend zeigt, ruft eine gewisse Melancholie hervor, die jedoch schnell von der Lautstärke des Instruments zerschmettert wird, das einen Rhythmus und neue Wege kennzeichnet. Der Kurzfilm ist die Zusammenfassung seiner persönlichen Geschichte: solo, allein, eingehüllt in das eigene Universum, ein einsamer Künstler, ein Bohemien des XXI. Jahrhunderts.

Marcelo Viquez hat an zahlreichen Gruppenausstellungen in Spanien, Uruguay, Korea, Holland und Deutschland teilgenommen sowie in den wichtigsten Kulturinstitutionen in Mallorca ausgestellt. Einige seiner Arbeiten befinden sich in privaten und öffentlichen Sammlungen, so in der Sammlung Sanahuja, der Sammlung der Fundación Barceló, im Rathaus von Palma de Mallorca und im Consell von Mallorca. Suzana Mihalic


Marcelo Viquez

SOLO

Mallorca-basedpainter, sculptor, draftsman and video artist Marcelo Viquez (*1971, Montevideo) will be showing new works at Sebastian Brandl for his first solo exhibition in Germany. The artist will be exhibiting nearly 20 drawings and a video.

As with all of Viquez’ work, the title of the exhibition has a story or personal significance: the word ‘solo’ (Spanish for alone) is used here as a double-wordplay, reflecting not only the work’s content but also the artist’s own life and character.
Viquez speaks enthusiastically about his time as a drummer in a punk band that was once the centre of his life. For him, the regular garage band practices with other musicians in a district of Palma de Mallorca were as holy as they were indispensable; most of the time and contact he had with other human beings revolved around these gatherings. The musicians came together to release pent-up energy as they saw fit, drawing new energy from it in the process.

In the exhibition, Viquez tells the story of his break with the group, his voluntary decision but its inevitable course, his emancipation. He quit because he was no longer able to work with others in a group, because he felt limited and tied to working in a certain, well-worn way, exhausted by the very thing he loved the most.

Viquez' life is profoundly affected by the non-conformist and rebellious streak in his character, though this was also his ticket to freedom of expression in the end as he disregarded the numerous benefits and comforts of a normal, ordinary life. His story acts as a key to the drawings, decoding them as testament to a process, the break and rebirth of a freed artist who, in this way, also becomes a visual chronicler of his own life.

Viquez' work bears resemblance to the aesthetic and iconography of comic books, graffiti and Pop Art. The newest drawings signify not only a break with his routines, but also the departure from a type often attributed to his work. He casts aside the very labels that had been applied to his art works until now, assuming position that is much more realistic and photographic.

The rhythm of the mosaic formed by the mid-sized drawings (29 x 39 cm) is disturbed by two large-format works (156 x 129; 117,5 x 132 cm) in particular: a self-portrait of the artist sitting on a drum stool with drumsticks in his hands next to the instrument itself, with writing that reads ‘Amistad Tenuitas’ and the sentence ‘one day is fine next is black’.

The drawings play technically with pencil, ball-point pen, charcoal or as a collage in combination with words or written statements augmenting the iconography and comments, quotes, thoughts or direct references to his own person.

In this way, for example in his drawing with the word ‘attitude’: a term is reconverted back in to the key word for the exhibition and his own personal raison d être . It is Viquez' attitude that causes him pain, gives him freedom and marks his ‘solo’ path. Or the piece with the word ‘Amistad’ (Span. for friendship), with which the artist shows how his break with the band was a necessary step for his own individuality, but did not affect his friendship with other members of the band. The drawing with the spiked collar can also be understood in this context, as it symbolizes the separating paths.

The video showing the artist autobiographically playing drums brings to mind a certain melancholy, though this is quickly shattered by the volume of the instrument designating a rhythm and a new path. The short film summarizes a personal story: solo, alone, immersed in his own universe, a lonely artist, a 21st century bohemian.

Marcelo Viquez’s work has been exhibited in numerous group exhibitions in Spain, Uruguay, Korea, Holland and Germany, as well as in the most important cultural institutions in Mallorca. Sanahuja, the Fundación Barceló collection, in the Palma de Mallorca city hall or the Consell of Mallorca.
Suzana Mihalic




Letzte Aktualisierung: 28.10.08 von lighttune.com > Dietmar Gubin



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