CARTE BLANCHE III - 2009 - Karl von Monschau
VA // Gik_Gisela Ilse Klaßen, Karl von Monschau, Klaus Endrikat, Karl-Heinz Jeiter...
Aachen - Ostviertel. Am Ufer des Weihers im Kennedypark spielt ein Junge. Mit Geschick wirft er einen Kieselstein auf das Wasser. Die Oberfläche wird einmal, zweimal, dreimal durch den Steinwurf eröffnet. Kreise bilden sich, brechen die spiegelglatte Fläche, sanfte Wellen, eine lautlose Melodie, verebbender Rhythmus. Dieses Bild steht für den „CARTE BLANCHE “ das Prinzip des Ausstellungszyklus in St. Fronleichnam. Gastkurator Karl von Monschau zeigt 14 Künstler und ihre Positionen.
Das Prinzip der Carte Blanche ist hier: Sieben Künstler wählen je weitere sieben Teilnehmer, sie sind gleichzeitig Mitdramaturgen der Schau in Bezug auf die Auswahl der teilnehmenden Künstler. Deren Arbeiten werden vom Initiator und Gastkurator Karl von Monschau in einer sensiblen Raumdramaturgie in das Baukunstwerk St. Fronleichnam, (Architekt: Rudolf Schwarz, 1928 – 1930 erbaut) platziert. Gebunden in die, von Schwarz detaillierte, Vorgabe der Raum- und Formgebung, Transzendenz und konzentrierte Kraft dieser Kirche, folgen die Kunstwerke der Architektur und vervollkommnen die spirituelle Ausstrahlung der Kirche, der bloße Ausstellungscharakter transzendiert in sichtbare Meditation. Mit der nötigen Distanz zu der vorgegebenen Unberührbarkeit des Sakralbaus, folgen die Teilnehmer der eigenen Positionierung. Nach der CARTE BLANCHE I (2006) und der CARTE BLANCHE II wird die Inter - Kontinentalität der Künstler in der CARTE BLANCHE III (2008), mit dem Schwerpunkt Zeichnung fortgesetzt. Sie bildet den äußeren Kreis - aus dem Aachener Ostviertel, mit Künstlern aus Aachen, Europa und Amerika: Ein einziger, simpler Steinwurf.